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Erfolgreiche Webtexte schreiben – So geht’s!

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Erfolgreiche Webtexte schreiben - So geht's!

Noch fünf Minuten bis zum nächsten Termin. Genug Zeit, um den Blogartikel zu lesen, den ich neulich im Internet gefunden habe. Die Überschrift klang vielversprechend. Also nutze ich die Zeit. Leider folgt schnell die Ernüchterung. Schon nach wenigen Sätzen verliere ich komplett die Lust an dem Text. Er ist so unübersichtlich und ohne Struktur. Ob es sich da überhaupt lohnt, den Artikel ganz zu lesen? Keine Ahnung! Dafür liefert er mir keine Anhaltspunkte. Ach, außerdem muss ich sowieso los.  

Erfolgreiche Webtexte schreiben und strukturieren

Kennen Sie das auch? Sie finden einen Artikel im Netz, der total interessant klingt, aber schon beim Lesen zur absoluten Ernüchterung wird. Mir passiert das ganz schnell, wenn Artikel nicht vernünftig gegliedert sind. Das ist mir zu unübersichtlich. Da verliere ich die Lust am Lesen.

Was ich dagegen lesen möchte? Einen guten, informativen, spannenden oder polarisierenden Text. Wenn er die passende Form hat. Denn toller Inhalt in Blocksatz, ohne Absätze und Hervorhebungen hat bei mir wesentlich weniger Chance gelesen zu werden, als ein grandioser Inhalt, der gut gegliedert ist. Zwischenüberschriften, Absätze und Hervorhebungen machen da ordentlich was aus. Neben der inhaltlichen Struktur – dem berühmten roten Faden – ist die äußere Struktur sowieso enorm wichtig, um einen Text lesbar zu gestalten.

Denn: Was wir alle nicht im Übermaß haben, ist Zeit. Das Angebot an Artikeln und Texten im Netz ist so groß, dass wir nicht alles lesen können und deshalb selektieren. Anders als bei einem Zeitungsartikel oder Buchtext, scannen Nutzer die Texte auf Webseiten. Ganz automatisch und unbewusst. Das heißt, ich suche nach Anhaltspunkten, die mir sagen, ob der Text insgesamt lesenswert ist oder nicht. Diese Anhaltspunkte kann mir ein guter Text bieten, indem er leserfreundlich geschrieben ist.

Bessere Lesbarkeit, bitte!

Es gibt zig Mittel und Wege, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen. Knallig bunte Farben oder besonders ausgefallene Schriftarten sind eine Möglichkeit. Ob der erzielte Effekt allerdings der gewünschte ist, ist eine andere Frage. 

Um einen erfolgreichen Webtext zu schreiben, braucht es keinen Glitzerstaub und Special Effects, das geht leichter. Hier sind die wichtigsten Punkte, um einen Webtext gut lesbar zu gestalten.

  1. Die Überschrift
    Sie ist der absolute Eyecatcher. Eine gut gewählte Überschrift macht Lust auf mehr. Sie ist ausschlaggebend, wenn es darum geht, ob es sich lohnt, einen Text zu lesen oder nicht. Deshalb kann ihre Formulierung aufwendiger sein, als die Gestaltung des gesamten Textes. Kann, muss aber nicht. Dass die Überschrift nur versprechen sollte, was der Inhalt auch hält, versteht sich wohl von selbst. 
  2. Die Einleitung
    Die Einleitung führt den Leser in den Text ein und reißt kurz an, was ihn erwartet. An dieser Stelle entscheidet er sich, ob es sich lohnt den Text weiterzulesen oder nicht.
  3. Absätze
    Sie gliedern und entzerren den Text. So können die Leser zwischendurch pausieren und wieder in den Text einsteigen. Ohne Absätze geht schnell der Überblick verloren.
  4. Zwischenüberschriften
    Sie tragen ebenfalls zur Gliederung bei und dienen als Anhaltspunkte: Worum geht es in den jeweiligen Abschnitten? Ist das interessant für mich? Will ich weiterlesen? Lese ich später nochmal genauer nach?
  5. Markierungen
    Damit sind sowohl farbige Markierungen als auch Fettungen und kursiv geschriebene Wörter gemeint. Wichtige Schlüsselwörter im Text zu markieren, ist sinnvoll. Am besten im Zickzackkurs, denn genauso überfliegen wir Texte im Netz nämlich.
  6. Bullet Points / Aufzählungen
    Bullet Points und Aufzählungen stechen besonders heraus und geben dem Text noch mehr Struktur. Allerdings sollten sie angemessen und sinnvoll eingesetzt sein. 
  7. Am Ende des Textes: Call-to-Action / Fragen / Cliffhanger
    Das animiert den Leser zu weiteren Handlungen:
    – eine Kaufentscheidung treffen,
    – einen Kommentar hinterlassen oder
    – für den nächsten Artikel auf die Seite zurückzukehren.
Mit diesen sieben Punkten kommen Sie einem erfolgreichen Webtext schon ein ganzes Stück näher. Was noch fehlt? Der Inhalt!

Ohne wertvollen Inhalt geht nichts!

Ein guter Text ist der, der gerne gelesen wird. Dazu erfüllt er diese drei wichtigen Kriterien:
  1. Er ist auf die Zielgruppe abgestimmt.
    Fragen Sie sich dazu selbst einmal: Welchen Text will ich anstelle meiner Zielgruppe gerne lesen? Jetzt sind Sie schon einen großen Schritt weiter.
    Einen Mehrwert für die Leser zu kreieren, fällt damit viel leichter.
  2. Der Text liefert einen Mehrwert.
    Welchen genau? Das sieht ganz unterschiedlich aus: Entweder ist er informativ, unterhaltsam, spannend oder animierend. Fragen Sie sich, was Sie mit dem Text erreichen wollen. Schon haben Sie die Antwort. 
  3. Ein guter Text ist verständlich geschrieben.
    Hinter einem Text kann die tollste Intention stehen, wenn ihn niemand versteht, ist er auch nichts wert. Der Tipp: Ich schreibe einen Text so, als würde ich den Inhalt meiner besten Freundin erklären. Wenn sie kapiert, was ich ihr sagen will, dann wird das auch meine Zielgruppe tun.
    Wir erzählen in kurzen, verständlichen Sätzen. Emotional und umgangssprachlich. Ob Sie so schreiben wollen, ist Geschmackssache und jedem selbst überlassen. Verkehrt ist es nicht. Das Schöne ist eh: Es ist Ihr Text, Sie dürfen entscheiden!

Wenn der Text fertig ist, lese ich ihn mir noch einmal laut vor. Unschöne Formulierungen und Fehler fallen so viel besser auf. Strukturiert, korrigiert und in meiner Schriftsprache geht er raus. Endlich!

Mit ein bisschen Übung haben Sie das ratzfatz drauf. Sie brauchen Hilfe? Dann unterstütze ich Sie dabei, einen erfolgreichen Webtext zu schreiben.